Unser Verein wurde im Jahr 1908 gegründet und gehört mit über 100 Mitgliedern (davon sind etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche) zu den größten Schachvereinen in Rheinland-Pfalz. Mit insgesamt 9 Mannschaften und mehreren Mannschaften in der Nachwuchsliga nehmen wir aktiv am Spielbetrieb teil. NEUGIERIG geworden? Egal wie alt, egal ob Anfänger oder erfahrener Vereinsspieler - scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen! Unser Spielabend findet samstags ab 15 Uhr (Jugend und Erwachsene) bzw. ab 17 Uhr (Erwachsene) im Otto-Hahn-Gymnasium (Eingang blaues Tor in der Langstraße) statt.

Spielbetrieb Jugend 18/19

Spielbetrieb Frauen 18/19

Aufwärmübungen zum Saisonstart

So schnell kann eine Sommerpause vergehen: Schon haben die Pfälzer Schachvereine in einigen Ligen die neue Saison eröffnet und am 15. September wird auch der SK Landau zum ersten Mal in das Geschehen eingreifen (Landau II gegen Lambsheim). Als Aufwärmübungen und kleine Motivationsspritze (Hat die jemand nötig?) sind hier drei klassische Aufgaben zusammen gestellt, die daran erinnern sollen, worauf es in einer langen Saison besonders ankommt: Offense wins games, defense wins championships! Entsprechend steht Weiß hier jeweils recht bedenklich – doch wer sucht, findet die Wege zur Rettung. Viel Spaß!

Aufgabe 1 (leicht):

Weiß am Zug erreicht Remis

 Aufgabe 2 (mittel):

Weiß am Zug erreicht Remis

Wer einen Tipp möchte: ?5aK.1guZednegeilehanredtreilrevmuraW

 Aufgabe 3 (knifflig):

Weiß am Zug erreicht Remis

Wer die Anfangssequenz gefunden hat, rechnet bitte solange weiter, bis der Sinn des f-Bauern klar wird!

 Zu den Lösungen:

 

 

 

Lösung Aufgabe 1 (Reti, 1928):

Auf den ersten Blick wirkt es absurd, dass Weiß noch ein Remis erreichen soll, doch wer die wichtige Quadratregel kennt, findet hier (und auch in den beiden anderen Aufgaben) recht schnell die Lösung.

1.Kg6! (Ok, was sonst?) Kb6 (1… h5 2.Kxg7 h4 3.Kxf6 und 1…f5 2.Kxg7 f4 3.Kf6 f3 4.Ke7 verlaufen analog – immer droht der weiße König auch, zur Unterstützung des c-Bauern heranzueilen) 2.Kxg7 h5 (2…f5 3.Kf6 f4 4.Ke5 f3 5.Kd6) 3.Kxf6 h4 4.Ke5! Kxc6 (4…h3 5.Kd6) 5.Kf4 und der h-Bauer wird gehalten!

Übrigens ist diese Aufabe eng verwandt mit einer sehr berühmten Reti-Studie aus 1922, die man kennen muss und die nun auch kein Problem darstellen sollte (Weiß zieht und hält Remis).

 

Lösung Aufgabe 2 (Moravec, 1941):

Warum rettet sich Weiß mit 1.Ka5 nicht? Nun, in der Tat würde Weiß nach 1…f5 2.b4 f4 3.b5 f3? 4.b6 f2 5.b7 f1D 6.b8D ein Remis erreichen, da 6…Da1+ 7.Kb6 Db1+ 8.Kc7 nichts einbringt. Schwarz kann aber in obiger Variante mit 3…Kc5! 4.b6 Kc6! den weißen König auf das tödliche Feld a6 zwingen, so dass Schwarz gewinnt, auch wenn er nun nicht als Erster, sondern als Zweiter umwandelt. Man sehe: 4.Kc6 f3 5.b7 f2 6.b8D f1D+ 7.Ka7 (nach 7.Ka5 gewinnt 7…Da1+ 8.Kb4 Db1+ die Dame) Da1#.

Da wegen der Idee …Da1+ auch 1.Ka4 und 1.Ka3 nicht helfen, bleibt eigentlich nur 1.Kb3!, doch wie soll sich Weiß nach 1…Kd3 (1…f5 2.Kc2 3.Ke3 b4) dem f-Bauern annähern? Mit 2.Ka2!! f5 3.b4 Kc4 4.b5! (Sehr wichtig, da 4.Kb2? Kxb4 die Opposition und damit die Partie verliert: 5.Kc2 Kc4 6.Kd2 Kd4 7.Ke2 Ke4 8.Kf2 Kf4, aua! Wer die Oppositionsregel wirklich verstanden hat, darf natürlich auch das ästhetische 4.Kb1!! ziehen…) 4…Kxb5 5.Kb3 und alles ist gut: Quadrat erreicht, Opposition errungen, gegnerischer König abgedrängt.

 

Lösung Aufgabe 3 (Vandecasteele, 1978):

Natürlich muss Weiß mit 1.Ka8! (1.Kxc7? La7 2.e6 Kg7 3.e7 Kf7 4.Kd7 Tg8 5.f4 Tb8 und Schwarz gewinnt) Tg8+ 2.b8D Txb8+ 3.Kxb8 beginnen, um den Turm vom Brett zu nehmen. Nach 3…c5 4.e6 Lh2+ 5.Kc8! Ld6 6.Kd7 Lf8 7.Ke8 Kg7 (7…Ld6 8.Kd7 führt zur Stellungswiederholung) 8.e7 Lxe7 9.Kxe7 Kg6 (9…c4 10.f4 verläuft analog) 10.Ke6 c4 schlägt mit 11.f4 die Stunde des f-Bauern: 11…c3 12.f5+ Kg7 13.Ke7 c2 14.f6+ Kg6 15.f7 c1D 16.f8D und das Ziel ist erreicht!

unser Hauptsponsor

Benutzer Anmeldung




Powered by Joomla!®. Valid XHTML and CSS.