Unser Verein wurde im Jahr 1908 gegründet und gehört mit über 100 Mitgliedern (davon sind etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche) zu den größten Schachvereinen in Rheinland-Pfalz. Mit insgesamt 9 Mannschaften und mehreren Mannschaften in der Nachwuchsliga nehmen wir aktiv am Spielbetrieb teil. NEUGIERIG geworden? Egal wie alt, egal ob Anfänger oder erfahrener Vereinsspieler - scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen! Unser Spielabend findet samstags ab 15 Uhr (Jugend und Erwachsene) bzw. ab 17 Uhr (Erwachsene) im Otto-Hahn-Gymnasium (Eingang blaues Tor in der Langstraße) statt.

Den Großen ein Schnippchen schlagen...

wollten die Landauer Blitzer bei den Deutschen Mannschaftsblitzmeisterschaften 2021 in Wissen. FM Jochen Bruch, FM Henning Silber, Justus Schmidt und Präsi Matthias Lang gingen dennoch unbeschwert und ohne große Erwartungen in das, vom SK Altenkirchen vorzüglich ausgerichteten, Turnier hinein.

 

(Blick in den Turniersaal)

 

Doch die Trauben hingen zunächst hoch. Das Team musste sich zunächst an die ungewohnte Bedenkzeit 3 2, d.h. 3 Minuten für die Partie und 2 Sekunden Zeitzugabe pro Zug gewöhnen und quittierte chancenlose Niederlagen gegen den Münchner SC (1-3), SF Lieme (1-3) und Oberursel (1,5-2,5). Doch mit der ersten Gewinnpartie durch Henning gegen Oberursel wurde der Schalter umgelegt. Es folgte ein starkes 2-2 gegen den Zweitligisten Schönaich, der mit FM Hölle am Spitzenbrett den späteren Brettsieger aufbot. Im ersten rheinland-pfälzischen Derby mit dem SV Koblenz (1-3) platzte wohl der Knoten auch für den Präsi an Brett 4, wenn auch mit einem äußerst schmeichelhaften Remis im Turmendspiel mit drei Bauern weniger. 

Ab Runde 6 wurde es deutlich schmaucheliger. Einem überzeugenden 4-0 gegen den Oberliga-Rivalen SVG Saarbrücken folgte ein 2,5-1,5 im zweiten RLP-Derby gegen

Heimbach-Weis/Neuwied.

Insbesondere Justus und Matthias punkteten in der Folge zuverlässig, auch Henning konnte mit den stärkeren Gegnern an Brett 2 mithalten. Jochen an Brett 1 hatte hingegen einen schweren Stand.

Auf Punktgewinne gegen Schwerin (2-2), den Hamburger SK (2-2), einem Sieg gegen den stark spielenden HSK Lister Turm (3-1), folgte ein 1,5-2,5 gegen St. Pauli. Böblingen (3-1) und Altenkirchen (2-2). So ging das Blitz-Team mit 12-14 Punkten zufrieden in die Mittagspause, nach der noch die ganz schweren Brocken ans Brett kommen sollten.

Frisch mit Würstchen und belegten Brötchen gestärkt, folgte ein friedliches 2-2 gegen Heidesheim und eine Niederlage gegen Hofheim (1-3).

Der große Kampf sollte nun folgen. Deizisau mit GM Keymer, GM Meier, GM Kamsky und GM Dautov. Deizisau ging an deren Weißbrettern 1 und 3 schnell mit 2-0 in Führung, doch auch Henning vermochte mit einem überraschenden Einschlag auf e6  zwei Bauern zu gewinnen und so den Weißvorteil zu nutzen.

 

(FM Henning Silber - GM Georg Meier, ein paar Züge vor dem Einschlag auf e6)

 

So erreichte den Präsi schon relativ schnell die Nachricht "1-2, du musst gewinnen!". Vermutlich als kleiner Spaß gedacht, keimte indes Hoffnung auf.

 

(Matthias Lang - GM Rustem Dautov, nach der Eröffnung alles im Lot)

 

Matthias hatte die Stellung und die Zeit (10 gegen 5 Sekunden) mehr als unter Kontrolle:

Mit Kd4 hätte Weiß alles im Griff und das 2-2 wäre nur eine Frage der Zeit. Doch statt dem ersten Gedanken zu folgen, wählte Matthias hier Ta4, um nach Kc5 - Ta5+ - Kb6 - Ta4?? zu spielen. Nach c3!! war es nun doch am GM den vollen Punkt einzustreichen. Schade eigentlich...

Pause? Fehlanzeige. Mit dem SV Worms stand sogleich das nächste Derby an.

 

(FM Jochen Bruch - FM Pascal Karsay)

 

Justus gewann gegen Musiolik, Matthias ließ seinen Unmut über die verdaddelte Partie am ehemaligen Landauer Karl-Jasmin Muranyi aus: 2-2.

Und weiter gehts: Der FC Bayern München wartet.

 

(GM Klaus Bischoff - FM Jochen Bruch)

 

Wie erwartet hatte man gegen die starken Bayern das Nachsehen. Darunter Jochen gegen den mehrfachen Deutschen Blitzmeister GM Klaus Bischoff. Nach schnellem 0,5-2,5 konnte Matthias ein hübsches Gatter für das gegnerische schwarze Pferdchen errichten:

Die Stellung ist zwar sehr remislich, aber mit knapper Bedenkzeit und dem bajuwarischen Anspruch, die Partie doch noch zu gewinnen, gewann Matthias in bewährter Kontermanier letztendlich die beiden Zentrumsbauern und somit die Partie.

Ab Runde 19 zeigte sich nun die Kondition als maßgebliches Kriterium. Nach Siegen gegen Bochum (2,5-1,5) und Tostedt (3-1), sowie Niederlagen gegen Erfurt (1,5-2,5) und Werder Bremen (1-3),

 

(Matthias Lang - IM Gerlef Meins 1-0)

 

setzten unsere Recken mit Leipzig (2,5-1,5), Düsseldorf (2-2) und Uelzen (3-1) noch einen super Schlussspurt hin und erreichten mit 23-27 Punkten einen respektablen 15. Platz unter den 26 teilnehmenden Mannschaften.

Jochen (6 Punkte), Henning (12,5 Punkte), Justus (15 Punkte, Platz 6 am 3.Brett) und Matthias (16 Punkte, Platz 5 am 4.Brett) waren sehr zufrieden mit dem eigenen Abschneiden.

Ein großes Dankeschön an Doris Bruch, die uns durch den Chauffeur-Dienst ein bisschen Stress genommen hat. Auch die Heimfahrt war mit der Teilnahme via Handy an der Lichess-Liga äußerst kurzweilig und mitunter auch lustig, gell Henning :-)

[Abschlusstabelle][Ergebnisse der Landauer]

[Bericht beim Deutschen Schachbund][Fotogalerie beim Deutschen Schachbund]

 

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