Unser Verein wurde im Jahr 1908 gegründet und gehört mit über 100 Mitgliedern (davon sind etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche) zu den größten Schachvereinen in Rheinland-Pfalz. Mit insgesamt 9 Mannschaften und mehreren Mannschaften in der Nachwuchsliga nehmen wir aktiv am Spielbetrieb teil. NEUGIERIG geworden? Egal wie alt, egal ob Anfänger oder erfahrener Vereinsspieler - scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen! Unser Spielabend findet samstags ab 15 Uhr (Jugend und Erwachsene) bzw. ab 17 Uhr (Erwachsene) im Otto-Hahn-Gymnasium (Eingang blaues Tor in der Langstraße) statt.

DVJM U16w in Berlin

Bei der deutschen Jugendvereinsmannschaftsmeisterschaft in der Altersklasse U16w erreichte das Team des Schachklubs Landau um Betreuer Matthias Lang einen starken 8. Platz.

Mit Karoline Gröschel, Gaya Sarian und Gastspielerin Katja Steinlechner vom PSV Neustadt waren gleich drei Rheinland-Pfalz-Meisterinnen im Kader, Elli Lang vervollständigte das Team, das in der Startrangliste an Position 11 von 19 teilnehmenden Mannschaften geführt wurde.

Nach einer entspannten Bahnfahrt mit dem ICE und nur 50 Minuten Verspätung wurde die Anreise an die Jugendherberge Berlin-International, die gleichzeitig auch der Spielort war, gleich zum Sightseeing genutzt. Brandenburger Tor, Stelendenkmal und Sony-Center vermittelten erste Eindrücke der Hauptstadt und das am späten Abend.

(Gaya Sarian, Katja Steinlechner, Karoline Gröschel und Elli Lang)

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Mit einem Tag Teambuilding bei Madame Tussauds und natürlich Shopping auf dem Kudamm im Gepäck, starteten wir nun gleich an Tisch 3 gegen die favorisierten Berliner SV Königsjäger Süd-West. Schnell war klar, dass Karo ihre Gegnerin im Griff hatte (Spanisch vom Feinsten). Elli musste in ihrer neuen Eröffnung eine ihr unbekannte Variante verteidigen Gaya versuchte in der Abtauschvariante des Damengambits eine riskante Neuerung, die leider auch nach hinten losgehen sollte, Katja hatte ihre Gegnerin unter Kontrolle und träumte von einem Königsangriff. Karo konnte schließlich mit hübschem Mattangriff den ersten Sieg für Landau erringen.


(41. Sg5 entscheidet die vorher schon sehr gut gespielte Partie)

Katja wurden alle Angriffsfiguren abgetauscht und Remis vereinbart. Elli konnte gegen die eindringenden Läufer nichts ausrichten und verlor Turm und Partie, auch Gaya verlor neben den vorgepreschten Bauern den ganzen Punkt. Somit stand eine knappe 1,5-2,5 Niederlage zu Buche.

In der zweiten Runde wollten wir nun gegen Papenburg (Niedersachsen) den ersten Mannschaftserfolg einheimsen. Mit der Devise „kontrollierte Offensive“ erreichten wir an allen vier Brettern gute Stellungen, es roch sogar längere Zeit nach einem 4-0 – Kantersieg. Elli gelang nun als erster der Sieg, nachdem sie geduldig auf Fehler der Gegnerin wartete und dabei Zug um Zug die Stellung der eigenen Figuren verbesserte. Katja gewann nach einer Unachtsamkeit der Papenburgerin ein Qualitätsgewinn, den sie schließlich solide in den Sieg ummünzte. Der Traum vom Kantersieg platzte nun leider an Brett 1, wo Karo einen eigentlich harmlos aussehenden Konigsangriff mit Damen- und Partieverlust quittierte. Schade, tolle Partie vorher! Gaya beschloss nun in leicht vorteilhafter Stellung nichts mehr zu riskieren und sicherte mit einem simplen Dauerschach den ersten Mannschaftserfolg.

Runde 3 spülte mit etwas Losglück den SC Aalen-Ellwangen ans Brett. Die erst kurzfristig ins Turnier gerutschten Württemberger hatten in Runde 1 spielfrei und waren leichte Beute: 4-0. Mund abputzen weiter geht’s zum nächsten dicken Brocken, dem Hamburger SK, deutschlands größtem Schachverein.

Während Gaya abartig schlecht aus der Eröffnung kam und auch schnell verlor, war ebenso früh absehbar, dass Katja ihre Partie durch aggressives Spiel am Königsflügel gewinnen würde. Karo hielt am ersten Brett gut dagegen und konnte schließlich in ein Remis abwickeln. So war es an Elli, beim Stand von 1,5-1,5 etwas zu reißen. Mit Bauer mehr im Doppelturmendspiel lehnte sie zurecht ein Remisangebot ab; wann hat man schon mal die große Chance den großen Hamburger SK zu schlagen… Nach etwa vier Stunden büßte Elli jedoch einen Bauern ein, der aber fast postwendend zurück in den Figurenkasten wanderte.

Als alle dachten, dass die Partie nun Remis enden würde, sorgte eine kleine Ungenauigkeit (46... Kd4) nach fast fünf Stunden Spielzeit für den Lucky Punch zugunsten der Hamburger. Es folgte nämlich 47. Td8+ Ke4 48. g6 und der weiße Bauer geht zur Dame). Nach diesem Stimmungskiller wurde Tandem mit den sehr netten Oberkotzauern angeordnet, was ja schließlich (fast) nichts mit Schach zu tun hat. Das half.

An der VSG Offenbach (Hessen) wollten wir nun die Vorrunden-Niederlage auslassen und setzten wieder auf das Motto „kontrollierte Offensive“. Elli sicherte sich dabei nach und nach Raumvorteil und gewann schließlich einen Bauern, der zur Dame ging: 1-0. Katja hatte nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Eröffnung mit dem Bauern b2 ein Angriffsziel ausgemacht, drang in die Stellung ein und gewann neben Haus und Hof auch die Partie: 2-0. Ein kleiner Schock nun an Brett 1: Karo hatte mit Mehrqualität zwar noch einige Probleme zu lösen, hatte aber eigentlich alles im Griff. Außer der Zeit. 2-1 durch Zeitüberschreitung. Gaya verlor aus einer passiven Eröffnung zunächst den Zugriff auf die Partie, konnte aber Zug um Zug die Stellung verbessern und schließlich ein Turmendspiel mit Minusbauer durch aktives Spiel halten und zum 2,5-1,5 remisieren. Yeah.

Wie das immer so ist, kommt nach einem Sieg meist ein dicker Brocken. Diesmal die SG Köln-Porz, im letzten Jahrtausend mehrfacher Deutscher Meister und auch bei der DVJM immer ganz weit vorne dabei. Leider war der Fisch aber ein bisschen zu groß. Elli kam direkt in der Eröffnung unter die Räder, ebenso verlor Katja beim Übergang ins Mittelspiel eine Figur und damit die Partie. Als Karo auch noch die Qualität einbüßte und die Kompensation nach und nach flöten ging, war die Niederlage amtlich. Gaya hingegen spielte, wie es sich gehört, gegen einen starken Gegner ihre beste Partie des Turniers und sicherte den Ehrenpunkt für die Pfalz.

Nach einem langen, langen Spaziergang am Abend zum Potsdamer Platz und den letzten Mauerresten, sowie vielen Flachwitzen (Was ist gelb und hüpft durch den Wald? – Ein Postfrosch!), die wir uns sogar von Siri vorlesen ließen, stimmten wir uns mit der Landauer „Schach-Matt-Rakete“ mitten auf dem Potsdamer Platz für die letzte Aufgabe des Turniers ein: Borussia Lichtenberg aus Berlin. Es ging auch gut los: Katja hatte schnell zwei Springer mehr, Karo hatte im Spanisch eine ungeschickte Zugfolge bestraft und die Qualität gewonnen. Elli gewann einen Bauern, Gaya hatte wohl die Konzentration in der Partie zuvor aufgebraucht und geriet langsam aber stetig ins Hintertreffen. Da konnte sich der Betreuer einen gemütlichen Kaffee holen, in der wirklich sehr gastfreundlichen Jugendherberge mit Spitzenmusik (alter Rock) im Essensraum. Leider oder vielleicht auch Gottseidank wurden die Partien der Landauer Mädchen nicht im Internet übertragen (immer nur die ersten sechs Mannschaftskämpfe), denn dann hätte der Schreiber dieser Zeilen einiges an Adrenalin ausgeschüttet. Katja stellte sich mit den beiden Mehrspringern ein bisschen doof dran und büsste ihr Zentrum ein, Elli stellte eine Figur ein, Gaya verlor mittlerweile Material und Karo kam wieder in Zeitnot. Also schnell noch einen Kaffee, dann wird alles wieder gut? Katja besann sich und tauschte und tauschte und tauschte, bis nur noch ein Bauer und die beiden Mehrspringer da waren: 1-0. Karo stellte in Zeitnot den e-Bauern ein, was sich allerdings als Boomerang für die Berlinerin erweisen sollte, da die E-Linie nun zum Eindringen in die gegnerische Stellung und Damengewinn genutzt werden konnte: 2-0. Gaya stand mittlerweile völlig auf Verlust und gab auf, Elli erreichte gegen ihre erst neunjährige Gegnerin ein lustiges Endspiel, das mit Minusfigur auf einmal Siegeschancen bot. Aber wie sich das gehört, nimmet man die Zugwiederholung ins Remis und sichert somit den Mannschaftserfolg und somit den 8. Platz von 19 Teams, sowie einen zufriedenen Betreuer.

Mädels, hat Spaß gemacht mit Euch! Teamgeist und Freude waren immer mit dabei, ärgerliche Knabberniederlagen wurden aufgefangen und in positive Energie umgewandelt. Die Ziele nicht Spielfrei zu haben und jeden Tag einen Mannschaftskampf zu gewinnen auch.

Und hier nochmal das Team:

(Brett 1 Karoline Minelli)                                 (Brett 2 Gaya Shakespeare) 

(Brett 3 Katja Merkel)                                      (Brett 4 Elli Monroe) 

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