Am 25.10. fand in der Landauer IGS das erste Mal in der Saison ein „Großkampftag“ statt: die Erste, Zweite und dritte Mannschaft hatten jeweils ein Heimspiel, des Weiteren spielte unsere vierte Mannschaft auswärts gegen Speyer-Schwegenheim.
Nach ihrer hohen Niederlage in Heimbach-Weis am ersten Spieltag hieß es für die erste Mannschaft, gegen die Gäste aus Thallichtenberg zu punkten. Die Grundvoraussetzungen waren gegeben, da der wir an den ersten zwei Brettern ca. gleich stark, an den übrigen Brettern aber teils deutlich stärker als unsere Gegner waren. Um 10 Uhr gings wie gewöhnlich los.
Die erste Entscheidung fiel bei Frank an Brett 5: Sein Gegner platzierte in der englischen Eröffnung seine Dame etwas ungeschickt am Brettrand, wo ihr schließlich die Fluchtfelder ausgingen und sie verloren ging. Da es ohne Dame gewöhnlich dann auch nicht mehr so viel Spaß macht, gab der Gegner bald darauf auf.
1:0
Jonas überspielte an Brett 4 seinen Gegner in einem missglückten Königsinder aus der Eröffnung heraus komplett, indem er früh einen Pfahlbauern bis nach e6 vorschob und die Stellung gegen den unrochierten König aufriss. Jonas gab seinem Gegner nur noch eine Möglichkeit zum Ausgleich, die dieser aber nicht nutzen konnte und wonach Jonas die Partie schnell gewinnen konnte.
2:0
An Brett 3 fällte Gerhard mit schwarz eine mannschaftsstrategische Entscheidung: Nach 10 Tagen Eröffnungsvorbereitung tauschte er im Vierspringerspiel früh die Läufer gegen die Springer und bot remis, was der Gegner annahm. Sehr mannschaftsdienlich!
2,5:0,5
Yannick, der an Brett 8 als einer der Hauptfavoriten an den Start ging, kam im Alapin-Sizilianisch mit leichtem Vorteil aus der Eröffnung. Er bot seinem Gegner einen vergifteten Bauern an, den dieser annahm und woraufhin Yannick 2 Springer für einen Turm gewinnen konnte. Mit gewohnt guter Technik brachte Yannick die Partie dann sicher nach Hause.
3,5:0,5
Liam konnte in der spanischen Abtauschvariante seinen Gegner ebenfalls überspielen und brachte den Vorteil sicher nach Hause.
4,5:0,5
Jetzt, da der Mannschaftssieg sicher war, fiel von den verbleibenden Partien etwas der Druck ab und die noch Spielenden konnten befreit aufspielen. So blieb ich an Brett 2 auch dann verhältnismäßig entspannt, als mein Gegner wagemutig den falschen von beiden Läufern auf a2 in meine Rochadestellung opferte. Nach längerer Berechnung nahm ich das Opfer an und stellte mich dem Angriff entgegen. Nachdem mein Gegner zwei weitere Figuren opferte und das meinen König dem Matt nicht näherbrachte, fehlte dann der Nachschub, und der Materialvorteil setzte sich durch.
5,5:0,5
Justus, der an Brett 7 eine weitere Favoritenrolle innehatte und gegen einen über 200 Punkte schwächeren Gegner spielte, hatte es ebenfalls mit Alapin zu tun und spielte fragwürdige Züge, um die Stellung nicht verflachen zu lassen, was dazu führte, dass er in eine Verluststellung geriet. Nachdem der Gegner eine Zugwiederholung anbot, die Justus ausschlug, griff sein Gegner im 40. Zug fehl und ging Matt. Toll gekämpft!!
6,5:0,5
Matthias spielte an Brett 1 ebenfalls gegen Englisch. Nachdem die ersten Standardzüge gemacht waren, brachte ihn ein Springerausfall nach h4 etwas in Bedrängnis. Mit Mut und Geschick konnte er schließlich in beiderseitiger Zeitnot ausgleichen, was seinen Gegner veranlasste, remis anzubieten und was Matthias ausschlug. Leider stellte er drei Züge später die Partie ein. Sehr bitter, aber das nächste Mal läuft es sicher wieder besser für unseren Präsi.
Endstand: 6,5:1,5
Nach der hohen Niederlage in der ersten Runde haben wir jetzt etwas sowohl für die Mannschafts- als auch für die Brettpunkte getan und unser Flaggschiff befindet sich wieder auf Kurs. Am 22.11. geht es mit einem Auswärtsspiel gegen den SK Ludwigshafen weiter.
Leider waren die anderen Mannschaften nicht so erfolgreich: Landau 3 unterlag der ersten Mannschaft aus Hagenbach mit 3:5, Landau 5 musste gegen Bad Bergzabern II eine 0,5:3,5-Niederlage hinnehmen. Lediglich Landau 4 war auswärts erfolgreich und schlug Speyer-Schwegenheim IV mit 1:3.
(Daniel Kuhn)


