Unser Verein wurde im Jahr 1908 gegründet und gehört mit über 100 Mitgliedern (davon sind etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche) zu den größten Schachvereinen in Rheinland-Pfalz. Mit insgesamt 9 Mannschaften und mehreren Mannschaften in der Nachwuchsliga nehmen wir aktiv am Spielbetrieb teil. NEUGIERIG geworden? Egal wie alt, egal ob Anfänger oder erfahrener Vereinsspieler - scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen! Unser Spielabend findet samstags ab 15 Uhr (Jugend und Erwachsene) bzw. ab 17 Uhr (Erwachsene) im Otto-Hahn-Gymnasium (Eingang blaues Tor in der Langstraße) statt.

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Biebertal nutzt Chancen nicht – Dinslaken neuer Tabellenführer in Landau-Gruppe D

In Gruppe D der 1. DSOL-Liga, in der auch Landau spielt, ist der SV Dinslaken aus Sicht der Chessbase-Redaktion „sicher Mitfavorit auf den Gruppensieg“. In Runde drei traten die Schachfreunde aus dem Ruhrgebiet ohne ihren Spitzenspieler IM Sielecki an, waren aber dennoch an drei Brettern deutlich stärker als die Biebertaler Schachfreunde. Reine Formsache? Mitnichten!

Zu Beginn lief es sogar für die Hessen wie nach Plan: An Brett 1 konnte der klar favorisierte FM Alexander Krastev eine Musterpartie abspulen und früh auf 1:0 stellen, an Brett 3 gelang Biebertal dann noch problemlos ein wichtiges Schwarz-Remis.

Die entscheidende Situation ergab sich dann in einer scharfen Najdorf-Schlacht an Brett 2:

Was soll Schwarz (Biebertal) hier ziehen?

Eine Stellung wie geschaffen für GM Smerdons „Handbuch für Schwindler“: Dass die Partiefortsetzung 27…Dxa1?? wegen 28.Dxe6+ Td7 29.De8+ Kc7 (29…Td8 30.Dc6+) 30.Lf4+ Kc6 31.De6+ forciert verliert, ist nicht so schwer zu rechnen. Deshalb muss Schwarz, wenn er denn nicht aufgeben will, unbedingt mit 27…Dxc2+! ein Spiel auf Dauerschach versuchen. Dabei ist es irrelevant, ob es dem Nachziehenden gelingt, alle Verzweigungen zu durchschauen – es gibt schlicht keine Alternative. Als Belohnung hätte z.B. diese Variante auf Schwarz gewartet: 27…Dxc2+ 28.Kf3 Df5+ 29.Lf4 Td3+ 30.Ke2 De4+ 31.Le3

31…Txe3! 32.fxe3 Dc2+ und der weiße König kann der zudringlichen schwarzen Dame nicht entrinnen – Remis!

Erfolgreich geschwindelt wurde hingegen an Brett 4. Nach einem heftigen Schlagabtausch in der Eröffnung stand der Biebertaler Weißspieler – bei einem DWZ-Minus von ca. 260 Punkten der krasse Außenseiter – plötzlich mit zwei gesunden Mehrbauern da. Selbst ein Mannschaftssieg der hessischen Underdogs schien in diesem Moment möglich. Doch wohin mit dem König?

Nach 19.Kf3! Taf8+ 20.Ke2 Se5 21.d3 usw. hätte Schwarz wohl schwer wieder ins Spiel zurück gefunden, zumal sich der weiße h-Bauer stets bequem mit Th1 decken lässt. Nach 19.Kh1 Se5! 20.d4 Sf3 21.Le3 Taf8 war die (immer noch klar vorteilhafte) weiße Stellung hingegen aufgrund des eingeklemmten Königs ungleich schwieriger zu spielen. Weiß fand keinen Plan, bot gar Remis – und so kam es, wie es kommen musste:

27…Sxd2 28.Txd2? (nur 28.Lxd2 Tf3 29.Kh2 Le7 30.Tde1 leistet noch Widerstand) Tf3 29.Kh2 Le7 (game over) 30.b4 Ld6+ 31.Lf4 Lxf4+ 32.Kh1 Txh3#. Hübsch!

Und so triumphierte Dinslaken am Ende mit 2,5:1,5 und ist nun neuer Tabellenführer in Gruppe D.

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